Power BI ist wirklich sehr faszinierend, keine Frage. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto klarer ist es für mich, dass Power BI eher am Ende der Kette steht. Sprich zuerst sollten die Basisdaten in eine möglichst vernünftige Form gebracht werden. Und da kommt dann sofort das Thema data warehouse ins Spiel.  Ok, ein dws kann vieles sein, eine einfache Datenbank mit einigen Tabellen und Views oder eben ein professionelles Kunstwerk. Aber entscheidend dabei ist für mich der Punkt, dass im dws die Daten bereits in eine strukturierte Form gebracht werden können. Dann spielt es auch keine Rolle mit welchen Reporting- oder Analysetool danach darauf zugegriffen wird. Die Basis bleibt die Gleiche und ist auch entsprechend geprüft und im besten Fall sogar dokumentiert. Wenn ich aber diesen Schritt auslasse und direkt in Power BI auf die Quelldaten zugreife, so sollte das für mein Verständnis nur eine Notlösung sein, etwa für prototyping oder adhoc-Reporting. Weil genau das kann ja beispielsweise auch MS Access sehr gut, sprich Tabellen per ODBC einbinden und mit dem mächtigen Query Designer schnell zu Ergebnissen kommen. Aber MS Access wird eigentlich vom Großteil der IT-Fachleute gehasst. Power BI hingegen verfolgt teilweise den gleichen Ansatz aber hier höre ich vergleichsweise wenig Kritik. Irgendwie schon spannend…

Zum Abschluss noch ein Link zu einem ausführlichen Artikel, der sich mit der Frage „Ist Power BI ein data warehouse?“ beschäftigt.

https://www.olympic.co.nz/is-microsoft-power-bi-a-data-warehouse-also/

Self-Service BI – Erkenne die Grenzen

Ich frage mich auch oft, inwieweit self-service bi für mich der richtige Weg ist. Unabhängig von den eingesetzten Tools stösst man früher oder später an Grenzen, wenn man das Ganze eher adhoc angeht. Man kommt zwar recht schnell zu Ergebnissen, doch irgendwann wächst das Ding in alle Richtungen und wird nicht mehr beherschbar. Der nachfolgende Artikel ist daher sehr zu empfehlen und ich wette, dass so mancher bei den gestellten Fragen mit „Ja“ antworten muss:

Did you Buy a Self-Service BI Fantasy?

Welcome to Data Slavery – MOC 20463

Habe diese Woche diesen Kurs absolviert:

https://www.microsoft.com/en-us/learning/course.aspx?cid=20463C

Ich bin wirklich sehr zufrieden, viele der Inhalte kannte ich zwar schon aus dem Selbststudium, es waren aber auch einige, neue Aspekte und Bereiche dabei. Ich werde demnächst noch meine Stichworte hier veröffentlichen…

Aus  Neugierde habe ich mich dann auf dieser Seite angemeldet und mal zum Spass den dazupassenden Test abgelegt:

http://onlinetestcentre.com/profile/login.html

Also ganz ehrlich, da war ich dann wieder so richtig enttäuscht. Diese Fragen sind größtenteils sehr theoretisch und wirklich nicht das, womit man in der Praxis in erster Linie konfrontiert wird.

Wie auch immer, den Kurs kann ich nur jedem empfehlen, der sich tiefer mit Datenanalyse auseinander setzen will und dazu eine solide Basis in Form eines Data Warehouse in Betracht zieht.

 

 

 

 

 

Data Warehouse – Dies und Das

Kein neuer Beitrag, aber eine sehr gute und einfache Erklärung zum Star Schema:

http://www.ciobriefings.com/Publications/WhitePapers/DesigningtheStarSchemaDatabase/tabid/101/Default.aspx

Und dann noch was zum Thema Data Warehouse Load Prozess:

http://www.sqlshack.com/sql-server-business-intelligence-features-sql-server-data-tools-business-intelligence/